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Montag, 18. Mai 2026
14:00 - 15:30 
Ringvorlesung Wissenschaft in der Gesellschaft: Wirkungsweisen und Herausforderungen wissenschaftlicher Politikberatung am Beispiel der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik
Vortrag
Geb. 30.41 / Chemie-Hörsaal Nr. 2 / Criegée-Hörsaal
KIT Campus Süd, Fritz-Haber-Weg 2-6 …
Dr. Ralf Lindner, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI

Der Vortrag setzt sich mit den vielschichtigen Herausforderungen wissenschaftlicher Politikberatung im Spannungsfeld zwischen Erkenntnislogik und politischen Handlungsimperativen auseinander. Ausgehend von der steigenden Nachfrage nach wissenschaftlicher Beratung angesichts wachsender gesellschaftlicher Komplexität werden zentrale Mechanismen des wissenschaftlichen Beratungsprozesses, Wirkungen und Defizite analysiert. Während von Seiten der Politik die Passgenauigkeit von Beratungsleistungen häufig als unzureichend wahrgenommen wird, kritisiert die Wissenschaft oft die mangelnde Berücksichtigung wissenschaftlicher Evidenz in politischen Entscheidungsprozessen.
Der Vortrag systematisiert die gängigsten theoretische Modelle der Politikberatung. Dabei wird deutlich, dass eine strikte Trennung von Sach- und Wertfragen empirisch überholt ist. Anhand konkreter Praxisbeispiele aus dem Bereich der Forschungs- und Innovationspolitik werden aktuelle Herausforderungen reflektiert: die institutionelle Ausdifferenzierung der Beratungslandschaft, Dilemmata zwischen wissenschaftlicher Unabhängigkeit und Auftraggebernähe, Spannungen zwischen Agilität und Qualitätssicherung sowie Konflikte bei der Ergebnisdarstellung. Als Lösungsansätze werden gegenseitiges Verständnis der jeweiligen Rationalitäten und Zwänge, bewusste Rollenwahl und verstärkte, dialogische Interaktion zwischen Wissenschaft und Politik vorgeschlagen.
 
In welcher Beziehung stehen Wissenschaft und Gesellschaft? Wie nehmen gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss auf die wissenschaftliche Forschung und wie wird wissenschaftliche Erkenntnis gesellschaftlich rezipiert und angewandt? Die Vorlesungsreihe mit unterschiedlichen KIT-internen und -externen Referierenden bietet einen Überblick über die Thematik, der sich in folgende Schwerpunkte gliedert: I. Das Wissenschaftssystem, II. Wissenschaft und Öffentlichkeit, III. Wissenschaft und Politik, IV. Wissenschaft und Wirtschaft, V. Wertediskurse.
 
 
Gäste zu Einzelterminen melden sich bitte per E-Mail an unter ringvorlesung@forum.kit.edu.
 
 
Foto: jbuinac / stock.adobe.com

Montag, 01. Juni 2026
14:00 - 15:30 
Ringvorlesung Wissenschaft in der Gesellschaft: Komplexität im Verhältnis zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit
Vortrag
Geb. 30.41 / Chemie-Hörsaal Nr. 2 / Criegée-Hörsaal
KIT Campus Süd, Fritz-Haber-Weg 2-6 …
Prof. Dr. Markus Lehmkuhl, KIT, Department für Wissenschaftskommunikation

Die Vorlesung hat die Komplexität im Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit zum Thema. Vorgestellt wird eine Möglichkeit, wie die Öffentlichkeitsforschung angebunden werden kann an das interdisziplinäre Fachgebiet der so genannten Komplexitätsforschung, das sich mit ganz unterschiedlichen emergenten Phänomenen befasst, etwa das Schwarmverhalten von Tieren oder die Ausbreitung von Epidemien. Vorgestellt wird das Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit als komplexes Interaktionssystem unterschiedlicher Akteursgruppen, deren Zusammenwirken ganz spezifische Verteilungen der öffentlichen Aufmerksamkeit für wissenschaftliche Inhalte erzeugt. 
Literaturempfehlung zur Vor- oder Nachbereitung: 
Waldherr, A. (2017). Öffentlichkeit als komplexes System: Theoretischer Entwurf und methodische Konsequenzen. Medien & Kommunikationswissenschaft, 65(3), 534–549. https://doi.org/10.5771/1615-634X-2017-3-534
 
In welcher Beziehung stehen Wissenschaft und Gesellschaft? Wie nehmen gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss auf die wissenschaftliche Forschung und wie wird wissenschaftliche Erkenntnis gesellschaftlich rezipiert und angewandt? Die Vorlesungsreihe mit unterschiedlichen KIT-internen und -externen Referierenden bietet einen Überblick über die Thematik, der sich in folgende Schwerpunkte gliedert: I. Das Wissenschaftssystem, II. Wissenschaft und Öffentlichkeit, III. Wissenschaft und Politik, IV. Wissenschaft und Wirtschaft, V. Wertediskurse.
 
 
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Montag, 08. Juni 2026
14:00 - 15:30 
Ringvorlesung Wissenschaft in der Gesellschaft: Klimamodelle verstehen und nutzen
Vortrag
Geb. 30.41 / Chemie-Hörsaal Nr. 2 / Criegée-Hörsaal
KIT Campus Süd, Fritz-Haber-Weg 2-6 …
Dr. Hans Schipper, KIT, Süddeutsches Klimabüro

Klimamodelle sind wesentliche Werkzeuge, um die Funktionsweise unseres Klimas zu verstehen und Aussagen über zukünftige Klimaentwicklungen zu treffen. Dieser Vortrag behandelt die Grundlagen und Anwendungen von Klimamodellen, wobei sowohl die physikalischen und mathematischen Prinzipien als auch die Komplexität regionaler Klimaentwicklungen behandelt werden. Anhand zahlreicher Beispiele wird ein vertieftes Verständnis für die Funktionsweise und Bedeutung von Klimamodellen in der Klimaforschung vermittelt. Die Studierenden lernen, welche Aussagen Klimamodelle über mögliche zukünftige Klimaszenarien treffen können und wo ihre Grenzen liegen.
 
In welcher Beziehung stehen Wissenschaft und Gesellschaft? Wie nehmen gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss auf die wissenschaftliche Forschung und wie wird wissenschaftliche Erkenntnis gesellschaftlich rezipiert und angewandt? Die Vorlesungsreihe mit unterschiedlichen KIT-internen und -externen Referierenden bietet einen Überblick über die Thematik, der sich in folgende Schwerpunkte gliedert: I. Das Wissenschaftssystem, II. Wissenschaft und Öffentlichkeit, III. Wissenschaft und Politik, IV. Wissenschaft und Wirtschaft, V. Wertediskurse.
 
 
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Donnerstag, 11. Juni 2026
18:00 - 19:30 
Colloquium Fundamentale: Das Paradox moralischer Wissenschaftsfreiheit: Von epistemischer Fürsorge zur Umcodierung wissenschaftlicher Standards
Vortrag
Atrium im InformatiKOM, Geb. 50.19, KIT Campus Süd, Adenauerring 12
Prof. Dr. Sabine Döring, Philosophisches Seminar, Universität Tübingen

An gegenwärtigen öffentlichen Auseinandersetzungen wird immer wieder bemängelt, sie seien moralisiert. Kritisiert wird dabei, dass Diskussionen häufig weniger von der Suche nach differenzierten Argumenten geprägt seien als von dem Wunsch, sich moralisch korrekt zu positionieren. In Verruf sind Moralisierungen auch deshalb, weil sie als Mittel eingesetzt werden können, um andere Standpunkte zu diskreditieren und den offenen Austausch von Argumenten zu erschweren.
Zugleich sind Moralisierungen ein wichtiger Motor gesellschaftlichen Fortschritts. Ohne die Anprangerung von Ungerechtigkeit, Diskriminierung oder Machtmissbrauch wären zentrale Fortschritte – etwa im Kampf um das Frauenwahlrecht, die Abschaffung der Rassentrennung in den USA oder die Sensibilisierung für Machtmissbrauch in Abhängigkeitsverhältnissen – kaum denkbar.
 
Das Colloquium Fundamentale widmet sich im Sommersemester 2026 den Chancen und Risiken von Moralisierungen in öffentlichen Auseinandersetzungen und findet im Rahmen des BMFTR-geförderten Projektes MoWiKo (Moralisierungen in der Wissenschaftskommunikation – Ursachen, Formen und Wirkungen) statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie moralische Bewertungen öffentliche Debatten, die Redefreiheit und die Wissenschaftsfreiheit beeinflussen und unter welchen Bedingungen sie zu produktiver Kritik an Missständen oder zu einer problematischen Verengung des Diskurses werden.
 
Abstract
Die liberale Demokratie setzt Wissenschaftsfreiheit voraus. Sie ist ein eigenständiges, von der Meinungsfreiheit zu unterscheidendes Grundrecht auf epistemisch qualifizierten öffentlichen Vernunftgebrauch. Der Vortrag untersucht das Verhältnis von Wissenschaftsfreiheit und moralischer Verantwortung. Ausgangspunkt ist das Paradox moralischer Wissenschaftsfreiheit: Wenn moralische Erwägungen Teil wissenschaftlicher Begründungsstandards werden, werden epistemische Kriterien normativ umcodiert und der Erkenntnisprozess korrumpiert. Zugleich wird gezeigt, dass der Freiheitsbegriff zwei komplementäre normative Dimensionen umfasst: epistemische Gerechtigkeit als Teilhabe aller potenziell Erkennenden am wissenschaftlichen Diskurs und epistemische Offenheit als die Freiheit, ohne Furcht oder Gefälligkeit die Wahrheit zu sagen.
 
Foto: © FORUM

Montag, 15. Juni 2026
14:00 - 15:30 
Ringvorlesung Wissenschaft in der Gesellschaft: Wissenschaftsjournalismus – zwischen TikTok und peer review
Vortrag
Geb. 30.41 / Chemie-Hörsaal Nr. 2 / Criegée-Hörsaal
KIT Campus Süd, Fritz-Haber-Weg 2-6 …
Prof. Dr. Annette Leßmöllmann, Inga Dreyer M.A., KIT, Department für Wissenschaftskommunikation

Wissenschaftsjournalismus hat heute vielfältige Aufgaben: Er soll einerseits sachlich und verständlich aus der Forschung berichten, so dass auch Forschende sich angesprochen fühlen – andererseits soll er Aufmerksamkeit für Wissenschaft bei sehr vielen verschiedenen Zielgruppen und Kanälen erzeugen. Manchmal hat er die Rolle, Wissenschaft kritisch zu beleuchten und ein „peer review des peer review“ zu leisten. Immer häufiger findet er sich in politisch oder gesellschaftlich sehr umstrittenen Themengebieten wieder. Und dann hat er noch eine Unterhaltungsaufgabe – oder er gibt Ratschläge, etwa zu Gesundheitsthemen. Wie wird Wissenschaftsjournalismus dieser Rollenvielfalt gerecht, und wie behauptet er sich in Zeiten von Journalismuskritik, Stellenkürzungen – und der Omnipräsenz generativer KI? Der Vortrag leuchtet den Facettenreichtum dieses Berufsfelds auf und reflektiert die veränderte Rolle als gesellschaftlicher und medialer Intermediär.
 
In welcher Beziehung stehen Wissenschaft und Gesellschaft? Wie nehmen gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss auf die wissenschaftliche Forschung und wie wird wissenschaftliche Erkenntnis gesellschaftlich rezipiert und angewandt? Die Vorlesungsreihe mit unterschiedlichen KIT-internen und -externen Referierenden bietet einen Überblick über die Thematik, der sich in folgende Schwerpunkte gliedert: I. Das Wissenschaftssystem, II. Wissenschaft und Öffentlichkeit, III. Wissenschaft und Politik, IV. Wissenschaft und Wirtschaft, V. Wertediskurse.
 
 
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Montag, 22. Juni 2026
14:00 - 15:30 
Ringvorlesung Wissenschaft in der Gesellschaft: Die Rationalität von Wissenschaft, Politik und Medien
Vortrag
Geb. 30.41 / Chemie-Hörsaal Nr. 2 / Criegée-Hörsaal
KIT Campus Süd, Fritz-Haber-Weg 2-6 …
Prof. Dr. Senja Post, KIT, Studium Generale. Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM)

In welcher Beziehung stehen Wissenschaft und Gesellschaft? Wie nehmen gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss auf die wissenschaftliche Forschung und wie wird wissenschaftliche Erkenntnis gesellschaftlich rezipiert und angewandt? Die Vorlesungsreihe mit unterschiedlichen KIT-internen und -externen Referierenden bietet einen Überblick über die Thematik, der sich in folgende Schwerpunkte gliedert: I. Das Wissenschaftssystem, II. Wissenschaft und Öffentlichkeit, III. Wissenschaft und Politik, IV. Wissenschaft und Wirtschaft, V. Wertediskurse.
 
 
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