Was ist normal? Geschlecht zwischen Biologie und Gesellschaft

  • Typ: Seminar (S)
  • Lehrstuhl: Studium Generale. Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM)
  • Semester: WS 26/27
  • Zeit: Fr. 30.10.2026
    14:00 - 17:00, einmalig


    Sa. 21.11.2026
    10:00 - 18:00, einmalig
    50.19 Seminarraum 3
    50.19 InformatiKOM 1 (1)

    Sa. 05.12.2026
    10:00 - 18:00, einmalig
    50.19 Seminarraum 3
    50.19 InformatiKOM 1 (1)

    Fr. 18.12.2026
    14:00 - 16:00, einmalig


  • Dozent: Dr. Melanie Kirch
  • SWS: 2
  • LVNr.: 1130759
  • Hinweis: Präsenz/Online gemischt
Inhalt

Wo verläuft die Grenze zwischen "normal" und "abweichend"? Wann sind Unterschiede biologisch bedeutsam, wann sozial hergestellt oder lediglich Produkte unserer Kategorisierung? Am Beispiel von Geschlecht geht das Seminar der Frage nach, wie wissenschaftliche Konzepte von Normalität entstehen, welche Annahmen ihnen zugrunde liegen und welche gesellschaftlichen Folgen sie haben.

Dabei beschäftigen wir uns mit biologischen Erkenntnissen zu Geschlechtsentwicklung und -variation ebenso wie mit Ansätzen der Geschlechterforschung und Wissenschaftssoziologie. Anhand ausgewählter Themenfelder – etwa das "männliche" Hormon Testosteron, Menopause zwischen Normalität und Krankheit oder Trans- und Intergeschlechtlichkeit – diskutieren wir, wie wissenschaftliche Kategorien entstehen, welche Grenzen sie ziehen und wie sie gesellschaftliche Vorstellungen von Geschlecht, Normalität und Abweichung prägen.

Die Studierenden übernehmen zu zweit die Gestaltung eines Themas. Themenwünsche können in der Vorbereitungssitzung eingebracht werden.  

2-3 LP

Qualifikationsziele

·         Kompetenz, Fragestellungen aus biologischer, sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive zu analysieren und Erkenntnisse verschiedener Disziplinen kritisch zu integrieren.

·         Verständnis dafür, wie wissenschaftliche Kategorien, insbesondere Vorstellungen von Normalität und Abweichung, entstehen und welche Konsequenzen sie für Forschung und Gesellschaft haben.

·         Fähigkeit, wissenschaftliche und öffentliche Diskurse zu Geschlecht, Geschlechterdifferenzierung und biologischen Erklärungen kritisch einzuordnen und evidenzbasiert zu beurteilen.

·         Vertiefung wissenschaftlicher Arbeitsweisen, insbesondere der kritischen Analyse und Diskussion wissenschaftlicher Literatur.

·         Reflexion der Wechselwirkungen zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis, gesellschaftlichen Normen und der Produktion von Wissen.

·         Ausbau von Kompetenzen in wissenschaftlicher Kommunikation, Präsentation und moderierter Diskussion

Voraussetzungen

·         Gute englische Sprachkenntnisse (Fähigkeit zum Lesen englischsprachiger wissenschaftlicher Literatur),

·         Bereitschaft zur Übernahme einer Sitzungsleitung, vorbereitende Lektüre,

·         Bereitschaft über Fachgrenzen hinauszudenken und sich an einem gemeinschaftlichen Lernprozess zu beteiligen

VortragsspracheDeutsch
Organisatorisches

Anmeldung erforderlich über: https://plus.campus.kit.edu/signmeup/procedures/7043