Exkursionen

Dienstag, 24. März 2026 – Mittwoch, 25. März 2026

Alle Exkursionen konzentrieren sich auf einen oder mehrere der folgenden drei Schlüsselbereiche: Technologie, Ökonomie, Politik und Gesellschaft. Während der gesamten Frühlingsakademie nehmen alle Teilnehmenden an zwei Exkursionen teil (jeweils eine am Mittwoch und Donnerstag, jeweils 2,5 Stunden).

 

Technologie


Von Recyclingverfahren über modulare Produktgestaltung und Reparierbarkeit bis hin zu digitalen Systemen zur Nachverfolgung produktspezifischer Daten: Technologische Entwicklung spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung von Konzepten der Kreislaufwirtschaft. Wie können neue Technologien dazu beitragen, Produkte und Ressourcen länger im Umlauf zu halten?  Welche technischen Lösungen unterstützen Wiederverwendung, Reparatur und Recycling in der Praxis? Wo liegen die Grenzen technologischer Lösungen? Und welche negativen Effekte können durch technologischen Fortschritt für eine Kreislaufwirtschaft entstehen?  

Ökonomie


Die Kreislaufwirtschaft erfordert ein Umdenken in bestehenden Wirtschafts- und Geschäftsmodellen. Anstelle reiner Absatzlogiken rücken beispielsweise Dienstleistungen wie Sharing- oder Abo-Modelle in den Fokus. Wie verändern sich Wertschöpfungsketten, wenn Rücknahme-, Reparatur- und Aufbereitungsstrukturen an Bedeutung gewinnen? Und wie lässt sich wirtschaftlicher Erfolg neu messen, wenn nicht mehr Stückzahlen, sondern Nutzungsdauer, Auslastung und Reparierbarkeit zentrale Kennzahlen sind? 

Politik & Gesellschaft


Die Umsetzung von Kreislaufwirtschaft ist auch eine politische und gesellschaftliche Herausforderung. Notwendige Lösungen scheitern häufig an mangelnden Anreizen, unzureichenden gesetzliche Rahmenbedingungen und bestehende Infrastrukturen oder an verfestigten Gewohnheiten. Welche Rolle spielen politische Entscheidungsträger*innen und zivilgesellschaftliche Initiativen bei der Überwindung dieser Hürden? Welche Barrieren entstehen durch Rebound-Effekte, bei denen Effizienzgewinne zu noch höherem Konsum führen? Wie wirken globale Ungleichheiten und Machtverhältnisse auf die Realisierbarkeit der Kreislaufwirtschaft und wer trägt die Verantwortung, wenn scheinbar zirkuläre Prozesse – etwa im Elektronikrecycling – auf Kosten sozialer und ökologischer Standards in Länder des Globalen Südens verlagert werden.